Angriff der Datenkraken

Kaum ein Thema ist so beliebt, wie das der “Daten sammelnden bösen Buben” – namentlich Google und neuerdings auch Apple. Da wird sich furchtbar darüber aufgeregt, dass diese “Datenkraken” so viele Informationen über ihre Nutzer speichern, wie sie bekommen können. Und warum machen die das, die Bösen? Um uns zielgerichtete Werbung zu zeigen.
Ja, ich muss zugeben, da schaudert es mich. Ich habe tatsächlich Angst um meine Sicherheit. Ich habe da von einem Werbungsstalker gelesen, der seinen Opfern bei Spiegel Online auflauert. Ganz schlimmer Bursche.

Jetzt mal im Ernst … es ist ja nett, dass sich die selbsternannten “Schützer der Menscheit” so ins Zeug legen, um die bösen bösen Datenkraken zur Umkehr zu bewegen … aber haben die schon mal gefragt, ob ich das überhaupt will?

Mir ist es lieber ich bekomme bei Google eine Werbung für Apple angezeigt, als für Dell. Ich sehe gerne iPhone-Promotions, während mir Android absolut gestohlen bleiben kann. Ich brauche keine rosa Plüschpantoffeln, aber eine Sportwagen Werbung nehme ich gerne.

Das geht allerdings nur, wenn man meine Vorlieben kennt. Und ich bin gerne bereit ein wenig meiner “Privatsphäre” zu opfern, um dafür im Gegenzug nicht mit sinnloser Werbung zugemüllt zu werden, die mich eh nicht interessiert. Ich lasse mich von meinen Lieblingsunternehmen gerne “abholen”. Niemand zwingt mich, auf die Werbung zu klicken, oder?

Auch mit den Datenkraken bin ich noch ein mündiger Bürger und kann selbst entscheiden. Nur muss ich mich nicht mehr durch unnötigen Müll wühlen.

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